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DR.  JAKOB  TAUBER

A

Ablatio retinae
Abhebung der Netzhaut, meist durch Netzhautrisse verursacht. Häufig von Lichtblitzen, schwarzen Punkten im Gesichtsfeld oder Schatten angekündigt, bergen sie die Gefahr einer bleibenden Sehverschlechterung. Im Falle derartiger Symptome suchen Sie bitte sofort Ihren Augenarzt oder eine Spitalsambulanz auf!

Akkomodation
Fähigkeit des Auges, durch wechselnde Krümmung der Linse den Brennpunkt zu variieren und damit in verschiedenen Distanzen scharf zu sehen. Ab etwa 40 Jahren geht diese Fähigkeit zunehmend verloren und wird als Alterssichtigkeit (s.u.) bezeichnet.

Alterssichtigkeit
Etwa ab dem 40. Lebensjahr verliert die Linse an Elastizität und das Sehen im Nahbereich wird zunehmend schwieriger. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Alterungsprozess, die einfache Therapie besteht in der Verwendung einer Lese- oder Mehrstärkenbrille.

Amblyopie
Schwachsichtigkeit oder Sehschwäche, zumeist einseitig - durch unkorrigierte Brechungsfehler, Schielen oder Trübung der brechenden Medien (Hornhaut/Linse)  etc. verursacht.

Astigmatismus (auch Hornhautkrümmung oder Stabsichtigkeit)
entsteht durch unterschiedliche Krümmungsradien der Hornhaut. Dadurch kommt es zu Verzerrungen der Seheindrücke und der optischen Abbildung auf der Netzhaut. Ein Punkt wird dadurch etwa mit Schatten oder als kleiner Strich abgebildet.
Da es sich zumeist um eine angeborene Form der Fehlsichtigkeit handelt, sollten bereits Kleinstkinder genau untersucht werden, da sich bei unkorrigierter hoher Stabsichtigkeit eine lebenslange Sehschwäche entwickeln kann. Die Therapie besteht in der Verwendung von Brille oder Kontaktlinsen.


Augenringe
Diese entstehen durch Spannungs- und Wasserverlust der Haut und der Augenhöhle. Die Augen weichen etwas in die Augenhöhle zurück und eventuell scheinen die vorhandenen Blutgefäße dann stärker durch. Dieser Spannungsverlust kann durch Flüssigkeitsverlust bei Krankheiten, durch langes nächtliches Aufbleiben oder als unspezifisches Zeichen bei gestörtem Wohlbefinden entstehen.

 

B

Bindehautentzündung = Konjunktivitis

Durch chemische/mechanische Reizung, Microorganismen oder Allergene hervorgerufene Schwellung, vermehrte Gefäßzeichnung und ev. Sekretion der Bindehaut.


Blepharitis = Lidentzündung
Dabei kommt es in akuten Fällen zu äußerlich sichtbarer Rötung und eventuell Schwellung, in chonischen Fällen sind unter Umständen nur innere Lidschichten betroffen, wodurch es zu Benetzungsstörungen und Missempfinden kommen kann.


C
Chalazion = Hagelkorn

schmerzlose und mitunter lange andauernde Schwellung einer Liddrüse (Meibomdrüse)


Cornea = Hornhaut


D

Dioptrie

Maßeinheit der Brechkraft optischer Systeme. Dioptrien entsprechen dem Kehrwert der in Metern gemessenen Brennweite (D=1/f)


E

Entropium - Ektropium

zumeist durch Bindegewebsveränderungen oder Narben verursachte Einwärts- oder Auswärtsdrehung des Lides


F

Flügelfell

Durch eine Störung auf zellulärer Ebene wächst die Bindehaut langsam auf die Hornhautoberfläche, vermehrt bei Personen, die häufig UV-Strahlung ausgesetzt waren. Eine Operation kann Abhilfe schaffen, verhindert aber nicht immer ein neuerliches Auftreten.


Fundus hypertonicus

Ist ein Sammelbegriff für durch chronisch erhöhten Blutdruck hervorgerufene pathologische Veränderungen an den Netzhautgefäßen und der Netzhaut. Patienten mit hohem Blutdruck sollten daher jährlich zum Augenarzt gehen!


G

Gerstenkorn

siehe Hordeolum


Gesichtsfeld
Unser Gesichtsfeld ermöglicht uns Dinge wahrzunehmen, während wir ein anderes Objekt fixieren (ein Autofahrer erkennt zum Beispiel das Auftauchen eines Fußgängers von der Seite auch dann, wenn er ein vorausfahrendes Auto fixiert).
Zahlreiche Erkrankungen - hier vor allem das Glaucom - können mit Gesichtsfeldeinschränkungen einhergehen. Eine Früherkennung, Lokalisierung und die Verlaufskontrolle sind hier besonders wichtig.
 
Glaskörper - Trübungen/degenerative Veränderung
Der Glaskörper ist eine gallertige Masse, die den Innenraum des Auges füllt und ernährt. Er besteht hauptsächlich aus Wasser, andere Bestandteile sind u. a. Proteine und Aminosäuren. Im fortgeschrittenen Alter neigt der Glaskörper zur degenerativen Veränderungen, dadurch können einzelne Trübungen und eine Glaskörperabhebung entstehen. Dies kann zur Wahrnehmung von schwarzen oder grauen Punkten, "fliegenden Mücken" und Schlieren führen.
Jede Veränderung, vor allem schwarze Punkte und Lichtblitze, sollten sofort vom Augenarzt untersucht werden.
 
Glaukom (Grüner Star)
Eine Krankheit, die weltweit eine der häufigsten Erblindungsursachen darstellt. Sie kann vom erfahrenen Augenarzt mittels Früherkennung, gezielte Diagnostik und effiziente Therapie  (medikamentös, mittels Laser oder chirurgisch) behandelt werden.
Meist ist die Erkrankung mit einer krankhaften Erhöhung des Augeninnendruckes verbunden. Diese führt durch Veränderung des Sehnervenkopfes und der daraus resultierenden Mangeldurchblutung zu einer Sehverschlechterung und einem Gesichtsfeldverlust bis hin zur Erblindung.
 
Risikofaktoren sind z.B.:

  • erhöhter Augeninnendruck
  • hohes Alter
  • Glaukom in der Familie
  • Diabetes, Bluthochdruck, Migräne, Tinnitus, Rauchen
  • hohe Kurzsichtigkeit oder Weitsichtigkeit


Grauer Star

siehe Katarakt

Grüner Star
siehe Glaukom
 
H

Hagelkorn

siehe Chalazion


Haftschalen
siehe Kontaktlinsen
 

Hemianopsie

Halbseitiger Gesichtsfeldausfall - erfordert bei akutem Auftreten eine sofortige neuroradiologische Abklärung


Herpes

Virale Infektion, die neben Hautbläschen zu gefährlichen und langwierigen Infektionen an Bindehaut, Hornhaut, Iris sowie Netzhautnekrosen führen kann.


Hordeolum (Gerstenkorn)

Schwellung am Ober- oder Unterlid als Folge der Stauung einer Talgdrüse. Meist handelt es sich um eine plötzlich auftretende, schmerzhafte Entzündung.
Nach Untersuchung durch den Augenarzt werden meistens eine antibiotische Salbe und warme Umschläge verordnet. Manchmal ist ein kleiner Entlastungsschnitt erforderlich.


Hornhautkrümmung
siehe Stabsichtigkeit

Hyperopie
siehe Weitsichtigkeit
 

I

Iris = Regenbogenhaut

Iritis

Entzündung der Regenbogenhaut im Rahmen einer akuten oder chronischen systemischen Erkrankung, zumeist begleitet von Sehverschlechterung, Lichtempfindlichkeit und Augenschmerzen.


K

Kammerwasser

vom Ziliarkörper gebildete Flüssigkeit zur Ernährung von Hornhaut und Linse. Abflussstörungen führen zu einer Erhöhung des Augeninnendrucks und bergen die Gefahr eines Glaucoms.


Katarakt (Grauer Star)

Üblicherweise kommt es ab dem 60. Lebensjahr zu einer langsam fortschreitenden Linsentrübung, die zu einer zunehmenden Sehverschlechterung und oft Blenderscheinungen führt. Bisher gibt es keine wissenschaftlich belegten Medikamente, die den grauen Star verhindern oder stoppen können. Mit einem kurzen, meist tagesklinischen Eingriff kann eine Kunststofflinse eingesetzt und eine deutlich Sehverbesserung erzielt werden.

 

Keratokonus

Etwa bis zum 40. Lebensjahr auftretende, zunehmende Instabilität der Hornhaut und dadurch hervorgerufene Vorwölbung der unteren Hornhauthälfte. Therapie je nach Stadium: Keratokonus-Kontaktlinse, Cross-Linking, Hornhauttransplantation. Ihr Augenarzt kann das Stadium korrekt klassifizieren und die entsprechende Therapie einleiten.


Kontaktlinsen
Haftschalen schwimmen direkt auf der Hornhaut und werden in weiche und formstabile Kontaktlinsen unterteilt, wobei letztere auch Stabsichtigkeit (Astigmatismus) bis zu einem gewissen Grad korrigieren können.
Beide Typen führen zu einer verbesserten optischen Wahrnehmung und erweitern das Gesichtsfeld, weil sie dem Auge näher liegen als die Brille und die störende Brillenfassung entfällt.
Voraussetzung für eine gute Verträglichkeit ist eine fachmännische Anpassung und sorgfältige Handhabung.

Kurzsichtigkeit (Myopie)
Die Kurzsichtigkeit entsteht durch ein überdurchschnittlich großes Auge oder durch eine zu starke Brechkraft des optischen Systems. Beides führt dazu, dass das optische Bild nicht auf, sondern vor der Netzhaut liegt, und damit unscharf ist. Dies kann durch Minusgläser (Zerstreuungslinsen) korrigiert werden.
Kurzsichtigkeit birgt ein höheres Risiko für Netzhautdefekte, daher sollte jeder Kurzsichtige in regelmäßigen Abständen zum Augenarzt gehen, damit diese Defekte entdeckt und entsprechend behandelt werden können.
 

L

Laser-Chirurgie in der Augenheilkunde
Laser: "Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation"
(Verstärkung parallel gebündelter Lichtstrahlung mit extrem hoher Energiedichte)
 
Bestimmte Augenerkrankungen wie Netzhautlöcher und Risse, diabetische Retinopathie, feuchte Makuladegeneration, Grüner Star (Glaukom), Nachstar, Tränenwegstenosen sowie Kurz-, Weit- und Stabsichtigkeit lassen sich damit behandeln.
 
Bei der Refraktiven Laserchirurgie wird durch den Laserstrahl die Hornhaut modelliert und damit eine Korrektur der Fehlsichtigkeit erzielt.
Es können folgende Fehlsichtigkeiten behandelt werden:

  • Kurzsichtigkeit bis -8.0 Dioptrien (LASIK) bzw. bis -6 dpt (LASEK)

  • Weitsichtigkeit bis + 3.0 Dioptrien

  • Stabsichtigkeit bis +/-5.0 Dioptrien

  • NICHT korrigierbar ist die Alterssichtigkeit! 

Lichtblitze

siehe Glaskörper - degenerative Veränderung
 

M

Makuladegeneration 

Eine Erkrankung der Netzhaut, welche das Areal des schärfsten Sehens betrifft. Durch veränderte Stoffwechselprozesse gehen die Sinneszellen langsam zugrunde, was zu einer Herabsetzung der zentralen Sehschärfe führt. Die Betroffenen sehen anfangs verschwommen und das zentrale Sehen wird allmählich schlechter.
Die Ursachen können u.a. das Alter, Diabetes, Genetik, Rauchen, Bluthochdruck oder eine hohe Kurzsichtigkeit sein. Wichtig sind regelmäßige Kontrollen bei Ihrem Augenfacharzt.
 

Metamorphopsien

Verzerrtsehen, wobei gerade Linien verbogen oder wellig erscheinen, tritt sehr häufig bei Patienten mit feuchter Makuladegeneration auf.


Mouches volantes

"Bewegte Mücken" sind harmlose Glaskörpertrübungen, welche auf weißen Flächen oder im Sonnenlicht als einzelne Punkte oder längliche Strukturen wahrgenommen werden. Sie entstehen durch degenerative, altersbedingte lokale Verdichtungen des (im kindlichen Alter noch homogenen, gallertartigen) Glaskörpers, die dann Schatten auf die Netzhaut werfen.


Myopie

siehe Kurzsichtigkeit
 

N

Netzhautverkalkung
siehe Makuladegeneration


Netzhautablösung

siehe Ablatio retinae
 

R

Refraktive Laserchirurgie
siehe Laser-Chirurgie in der Augenheilkunde

S

Schielen

Schielen bedeutet, dass die Sehachsen beider Augen nicht parallel verlaufen. Auf dem schielenden Auge kann dadurch eine dauerhafte Sehschwäche entstehen. Die Ursachen sind vielfältig: Weitsichtigkeit, unterschiedliche Dioptrien beider Augen, Infektionskrankheiten (Masern, Scharlach etc.), Netzhauterkrankungen, Tumore, Verletzungen, ...

In jedem Fall ist es wichtig, möglichst früh den Augenarzt aufzusuchen, um die Ursache des Schielens abzuklären und die nötige Therapie einzuleiten. Seit vielen Jahren ist die Mutter-Kind-Pass-Untersuchung eine wichtiges Instrument, um bis dahin unentdecktes Schielen vom Augenarzt erfolgreich behandeln zu können.
 

Schlupflider = Dermatochalasis

Mit zunehmendem Alter verliert unsere Haut auf Grundlage einer Bindegewebserschlaffung an Spannkraft. Dies merken wir auch an unseren Augenlidern. Durch den zunehmenden Hautüberschuss kommt es zu einer zunehmenden Gesichtsfeldeinschränkung, Benetzungsstörungen des Auges oder einem Druckgefühl. Eine einfache Operation durch den Augenarzt kann Abhilfe schaffen, und die Kosten werden in fortgeschrittenen Fällen sogar von der Krankenkasse übernommen.


Schwarze Punkte
siehe Glaskörper - degenerative Veränderung
 
Stabsichtigkeit 

siehe Astigmatismus
 
Star - Grauer Star/Grüner Star - siehe dort!


T

Tränensäcke
Was im Volksmund als "Tränensäcke" bezeichnet wird, sind erschlaffte Unterlider, die durch eine verminderte Bindegewebs-Spannkraft in den tieferen Schichten der Haut entstehen können.
Es handelt sich um ein kosmetisches Problem, das vom Augenarzt operativ beseitigt werden kann.
 
Trockenes Auge
Das trockene Auge ist eine chronische, nicht-infektiöse Erkrankung der Bindehaut- und Hornhaut-Oberfläche. Die daraus resultierenden Beschwerden, können die Lebensqualität stark beeinträchtigen.
Ist das Auge trocken, empfindet man Fremdkörper
gefühl, Brennen, Schwere der Augen, müde Augen, ev. reflektorischen Tränenfluss.

Die Ursachen können Bildschirmarbeit, Klimaanlagen und Zentralheizungen als auch Erkrankungen wie Rheuma, Hormonstörungen oder Medikamente sein.
 

W

Weitsichtigkeit (Hyperopie)
Bei der Weitsichtigkeit ist das Auge im Verhältnis zum optischen System zu klein oder die Brechkraft zu gering, sodass das Bild nicht auf der Netzhaut sondern dahinter liegt. Durch vermehrte Wölbung der Augenlinse kann die Weitsichtigkeit bei Kindern und jungen Erwachsenen bis zu einem gewissen Grad ausgeglichen werden.
Im Laufe des Lebens nimmt jedoch diese Fähigkeit ab. Abhilfe schafft ab etwa 40 Jahren die Verwendung einer Lesebrille oder Gleitsichtbrille, angepasst durch Ihren Augenarzt.
Weitsichtigkeit ist zudem eine
häufige Ursache für Schielen. Wenn ein Kind weitsichtig ist und schielt, muss eine Brille getragen werden.